Bundeskongress
2009 war das Jahr der großen Insolvenzen. Der Insolvenzen von Traditionsunternehmen, aber auch das Jahr, in dem die Politik erkannte, dass der Umgang mit Unternehmen in Krise und Insolvenz eine ordnungspolitische, eine wirtschaftspolitische Frage von enormer Tragweit ist. Zugleich ist mit der Gläubigerschutzvereinigung Deutschland e.V. (GSV) erstmals ein "Player" in die Öffentlichkeit getreten, der mit seinen Mitgliedern schon heute in mehr als 150.000 Insolvenzverfahren vertreten ist und sich als Vertreter aller Insolvenzgläubiger versteht, Interessen bündelt und künftig eine maßgebliche Rolle spielen wird.
Diese Linien aufzunehmen und nachzuzeichnen, Chancen und Risiken, notwendige Änderungen und Rahmenbedingungen aufzuzeigen, das ist das Ziel des 2. Bundeskonkgresses zur Sanierung in Krise und Insolvenz.
Der bundesweite Kongress richtet sich an alle beratenden und gestaltenden "Sanierer", planerfahrene Insolvenzverwalter sowie an alle interessierten Unternehmer, Gläubiger, Richter und Institutionen - insbesondere aber auch an Verbände, Vereinigungen, Sozialversicherungsträger und andere öffentliche Gläubiger sowie die dafür maßgeblichen Ministerien und Organisationen.
Ziel des Kongresses ist es, einem breiten Feld von Betroffenen und Beteiligten - Unternehmern gleichermaßen wie Unternehmensberatern, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern, aber auch Institutionen, Wirtschaftsverbänden und Gläubigern jeglicher Couleur - die Möglichkeiten und den Erfolg einer "Sanierung im Insolvenzverfahren" vorzustellen und Strukturen gebündelter Interessenvertretung zu entwickeln. So kann und soll der Bundeskongress auch zu einer Entstigmatisierung der Insolvenz und zur Entwicklung der Kultur der 2. Chance beitragen.
Hochkarätige Referenten nehmen zu höchst unterschiedlichen Themen Stellung und gewährleisten dabei zugleich einen hohen Informations- und Wissenstransfer. Schon für den 1. Bundeskongress am 19.03.2009 konnten erfahrene und renommierte Praktiker wie Titus Dittmann, Michael Hermanns und Regina Haberfellner (Wien) sowie die Elite der Plan- und Sanierungsinsolvenzverwalter (z. B. Horst Piepenburg, Rolf Rattunde, Jan Wilhelm, Michael Pluta, Vera Mai und Florian Stapper) gewonnen werden. Auch in diesem Jahr macht das Spektrum der Referenten deutlich, dass sanierungsorientierte Insolvenzverwaltung "gelebt“ wird und dass die Bewältigung von Krise vielfach von Faktoren abhängt, die nicht Lehrbüchern, sondern unternehmerisch orientiertem Handeln auch in Krisenzeiten abzutrotzen sind.
Hier finden Sie die Vorträge und Unterlagen zum Bundeskongress.
